Pflegefachkräfte aus Drittstaaten

VonDerDasWebZumSchwingenBringt

Pflegefachkräfte aus Drittstaaten

Große Hindernisse brauchen besondere Lösungen

 

Zahlreiche Erfahrungen zeigen, dass dies mit großen Hürden behaftet ist. Und dann das CCCC, die mannigfaltigen menschlichen Case to Case Cultur Clashes. Doch auf der anderen Seite der Erde sind 500.000 Pflegefachkräfte auf den Philippinen arbeitslos. Hochqualifiziert und viele mit überdurchschnittlicher Erfahrung.  In Deutschland fehlen sie. Die Zahlen, die in den vergangenen Jahren zu hören waren, gingen von 30 bis 200.000 fehlenden Pflegefachkräften aus.

Was liegt also näher, als hier einen Vorteil für alle zu schaffen. Zudem ist die Not bei den Krankenschwestern auf den Philippinen groß. Es wird von ihnen erwartet, dass sie ihre Familie ernähren und unterstützen, die über Jahre viel Geld in die Ausbildung investiert hat.

Drei Instanzen könnten dabei also gewinnen. Das staatliche Projekt „Triple Win“ versucht genau das. Leider unzureichend in der Tiefe, in der Prozessbearbeitung und der tatsächlichen Berücksichtigung der philippinischen Infrastruktur und der Kultur. “Triple Win“ ist eben eine internationale, bürokratische Lösung. Einer von vielen Gründen, warum regelmäßig “Triple Win Projekte“ scheitern. (Wir können das beweisen, denn die gescheiterten Projekte melden sich regelmäßig bei uns im Büro in Manila.)

Die Lösung wäre, eine ausreichende Infrastruktur der Integration, sowohl hier in Deutschland, als auch ein erweitertes Assessment und eine Unterstützung und Betreuung von Kandidaten auf den Philippinen. Alle Fälle sind tatsächlich immer Einzelfälle, was von Institutionen oder Behörden eben nicht geleistet werden kann. Dies, und in diesem Falle die zudem schon ausgeprägt besondere Kultur der Philippinen machen es nötig, vor Ort mit einem nativen, also einem philippinischen Team die Kandidaten dezidiert zu betreuen.

Die Lösung liegt auch in einer unabhängigen Instanz, welche sich um Prozesse und Unternehmungen auf den Philippinen, auf philippinische Weise kümmert. Kandidaten begleitet, aufklärt, Bürokratie-Hilfe gibt und auch Informationsveranstaltungen durchführt, die auch kritisch sein dürfen.

In Folge einiger Zusammenbrüche von Initiativen und Agenturen haben wir zusammen mit vielen Klienten deshalb die Gründung des ICC Institut in Manila stark unterstützt. Platziert als zukünftige NPO Schwester der „Philippine Nursing Association“. Ein Novum auf den Philippinen, welches eine hervorragende Grundlage der Sicherung bietet. Mit einer philippinischen und gleichzeitig businesserfahrenen Chefin. Vor ihrer Karriere mit einem internationalen Business-Consulting und einer Reihe Aufträgen von namhaften Unternehmen, wie Microsoft und anderen, war sie ebenfalls studierte Krankenschwester. So ist sie vertraut mit internationalem Business Prozessen, als auch mit den philippinischen Gepflogenheiten und den besonderen Belangen von Krankenschwestern.

Die Informationsveranstaltungen von ICC sind auf den Philippinen gefürchtet von deutschen und philippinischen Agenturen und Personaldienstleister, denn danach unterschreibt eine Fachkraft nicht mehr so leicht, wenn sie einfach nur das Schild „Germany braucht Krankenschwestern“ sieht. Doch tatsächlich weniger kurzsichtig betrachtet, bewahren diese Fragen davor, an der falschen Stelle zu unterschreiben und den zukünftigen Pflegedienstleitern vor einer vorzeitigen Kündigung der Pflegekraft. Beispiele liegen uns genügend vor.

ICC führt professionelle Assessments durch, welche Profession, Passung, Erfahrung, Ausbildung und Persönlichkeitsmerkmale umfasst, was nach allen Seiten ein Gewinn ist. Die Ausfallsquote für deutsche Einrichtungen wurde dadurch deutlich gesenkt. Die Kandidaten werden einzeln betreut, einzeln beraten und es wird ihnen einzeln über die vielen bürokratischen Hürden geholfen. Sprachschule, Finanzierung, Anerkennungsverfahren, Arbeitgebersuche, Visaverfahren, Anerkennungsverfahren und Transfer. Dies sind die Aufgaben von ICC Manila und bald auch von ICC Deutschland. Eine Mitgliedschaft der Pflegefachkräfte im ICC Club1 sichert dann auch die Betreuung in Deutschland.

Die deutschen Sprachschulen auf den Philippinen sind tatsächlich teurer als in Deutschland. Der gesamte Kurs, bis zum geforderten Abschluss mit B2, kann dort bis zu 4000 Euro kosten. Der Schnitt liegt momentan bei 3000 Euro. Eine Summe, die normal sterbliche Philippinos, bei einem Monatsgehalt von manchmal unter 100 Euro, nicht schultern können. Deshalb hat der Staat vorgegeben, dass Sprachschulen von den zukünftigen Arbeitgebern zu bezahlen sind. Ebenfalls eine Last, aber dann jedoch für die Auftraggeber. Doch der kann sich fördern lassen, eine philippinische Krankenschwester ohne Support ist ohne Chance.

Doch die dezidierte Unterstützung hat mehrere positive Nebeneffekte. Die Kandidaten können in eine Vollzeitschule, wodurch sie den Abschluss in 6-8 Monaten schaffen können. Normalerweise dauert es bis zu zwei Jahre, da sie zwischendurch arbeiten gehen müssen, Familien versorgen sollen und allerlei andere Unwägbarkeiten auftreten können, bis zum Totalausfall. Das Qualitätsmanagement arbeitet bisher mit der genannten Ausfallsquote von über 40%. In zwei Jahren kann also so viel passieren, dass vier von zehn es nicht schaffen. Mit dem Stipendien-Programm lässt sich das auf 10%, das bedeutet damit ein einziger Totalausfall auf zehn Kandidaten, senken.

Das nächste Thema von ICC sind die Qualitätsstandards der Sprachschulen. Auch hier übernimmt ICC Manila eine wichtige Rolle. Es wird nicht nur eine Supervision angeboten, sondern auch die Betreuung von deutschen Sprachschulen und Initiativen sowie „Train the Trainer“ Programme, bis hin zum Rating aller philippinischen Sprachschulen auf einer Plattform.

Wir als Personaldienstleister, inzwischen als Talent Solution GmbH from Munich bekannt, welche von Anfang an auf den Philippinen dabei waren, haben früh genug die Problematik des CCCC erkannt und sind Allianzen und Kooperationen eingegangen, um Sicherheit zu schaffen.

Das Ziel war und ist die „richtige“ Krankenschwester zu finden, um sie am „richtigen“ Platz zur „richtigen“ Zeit unterzubringen. Und dazu ein Rundum-Sicherheitspaket zu schaffen, mit detailliertem Plan und einem leidenschaftlichen Team für die Umsetzung. „We are not Recruiter nor Resource Manager, we are Human-Supporter“. Werte sind immer wichtiger als Profit. Das zahlt sich langfristig immer aus, die Philippinen sind hierbei ein wunderbares Lernfeld.

Die Krankenhäuser und Pflegeheime in Deutschland brauchen nicht mehr Krankenschwestern! Sie brauchen die richtigen Pflegefachkräfte an bestimmter Stelle mit bestimmter Qualifikation. Das ist unser Job, wir bringen Bedürfnisse zueinander.

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