Willkommenskultur für Fachkräfte in Baden-Württemberg

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Willkommenskultur für Fachkräfte in Baden-Württemberg

Im Dezember 2011 wurde unter dem Vorsitz des Finanz- und Wirtschaftsministers die Allianz zur Sicherung des Fachkräfteangebots in Baden-Württemberg gegründet. Allianzpartner sind die Wirtschaftsorganisationen, die Gewerkschaften, die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, die kommunalen Spitzenverbände, die regionalen Wirtschaftsfördergesellschaften, der Landesfrauenrat und das Land.

Anlass sind der akute Fachkräftemangel in bestimmten Berufen und vor allem die demographische Entwicklung. Bereits jetzt gibt es in Baden-Württemberg einen Fachkräfteengpass bei technischen Berufen und bei Gesundheitsberufen. Aufgrund der demographischen Entwicklung würde sich der Fachkräftemangel ohne Gegenmaßnahmen massiv verschärfen. Denn die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter geht in Baden-Württemberg zwischen 2010 und 2020 um rund 250.000 zurück, zwischen 2020 und 2030 um weitere 620.000. Der Rückgang setzt sich auch danach fort.

http://www.mfw.baden-wuerttemberg.de.html

 


Zuvor wurde dies 2011 im Koalitionsvertrag angekündigt: Dort hieß es unter anderem (Ab Seite 23)

Allianz für Fachkräfte – Fachkräftebedarf sichern

In den kommenden Jahren scheiden immer mehr Fachkräfte altershalber aus. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Qualifikation der Beschäftigten. Deswegen brauchen wir schon jetzt mehr gut ausgebildete Fachkräfte.

Die Landesregierung wird gemeinsam mit den Gewerkschaften, der Wirtschaft, dem Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag, dem Baden-Württembergischen Handwerkstag, der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Agentur für Arbeit, den Hochschulen und den Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen eine  „Allianz für Fachkräfte“ ins Leben rufen und die Koordinierung übernehmen.  Ziel  ist es,  den Fachkräftebedarf in Baden-Württemberg zu decken und dem mittelfristig drohenden Mangel von mehr als 200.000 Fachkräften rechtzeitig und wirkungsvoll mit vereinbarten Maßnahmen entgegenzutreten. Dazu gehört auch die Entwicklung eines Fachkräftemonitorings.

Schlüsselthemen der Allianz für Fachkräfte sind:

• die Reduzierung der Zahl  der Schulabgänger ohne Schulabschuss und die Sicherstellung des Übergangs in eine Ausbildung;

• die Verringerung der Ausbildungs- und Studienabbrüche;

• der Ausbau der Aus- und Weiterbildung und Ausrichtung auf die zukünftigen Anforderungen;

• mehr Beschäftigung von Frauen;

• die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf insbesondere durch den Ausbau der Ganztagsbetreuung und die Verbesserung der Pflegeinfrastruktur;

• die Erhöhung der Erwerbstätigkeit im Alter durch altersgerechte Arbeitsbedingungen;

• Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten und eine schnellere Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen und Qualifikationen.

Unsere Wirtschaft wird auch auf Zuwanderung angewiesen sein. Dazu wollen wir, wo nötig, bestehende Hemmnisse mindern. Dazu zählen gesellschaftliche Faktoren wie eine fehlende Willkommenskultur, aber auch formale wie Einkommensgrenzen.

u.s.w.

Quelle:

http://www.lakog.uni-stuttgart.de/menue_links/service_fuer_gleichstellungsbeauftragte/gesetzliche_grundlagen/koalitionsvertrag/koalitionsvertrag_web.pdf

 

 

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