Monatsarchiv 22. Februar 2014

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Die meisten ausländischen Abschlüsse werden anerkannt

Interesse bei medizinischen Berufen besonders groß

Wanka: „Wichtiger Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs“

Das Statistische Bundesamt hat heute erstmalig eine Statistik zum Anerkennungsgesetz des Bundes vorgelegt. Danach wurden von den im Zeitraum April 2012 bis Dezember 2012 bundesweit gemeldeten rund 11.000 Verfahren zum Stichtag 31. Dezember 2012 bereits nahezu Dreiviertel (rund 8.000) entschieden.

 

Beitrag des bmbf unter: http://www.bmbf.de/press/3520.php

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Abkommen mit der ZAV und den Philippinen

philippinien-abkommen-pflege

Unterzeichnung in Manila (von links): die philippinische Arbeitsministerin Rosalinda Baldoz, Leo J. Cacdac (Administrator der Philippine Overseas Employment Administration) Monika Varnhagen (Direktorin ZAV) und Ursula von der Leyen (Bundesministerin für Arbeit und Soziales)
© R. Deischl

Am 19. März 2013 wurde die Grundlage für unseren Dienst gelegt, das Abkommen mit den philippinischen Behörden. Hier der Pressetext des  BMAS.

Ausgebildete Pflegekräfte sind in Deutschland knapp. Aktuell gibt es etwa 10.000 offene Stellen für Altenpflegerinnen und Altenpfleger. Um den Bedarf zu decken, ist am 19. März in Manila (Philippinen) eine Vermittlungsabsprache zwischen der Zentrale für Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit und der Arbeitsverwaltung der Philippinen unterzeichnet worden. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass philippinische Pflegekräfte in Deutschland arbeiten können. Entsprechende Absprachen gab es bisher nur mit den Arbeitsverwaltungen von Kroatien und mit Serbien.

Die Vereinbarung orientiert sich am Verhaltenskodex der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dieser sieht vor, dass eine länderübergreifende Anwerbung von Gesundheitspersonal nur erfolgen soll, wenn im Ausgangsland kein Fachkräftemangel besteht. Um die philippinischen Pflegekräfte auf ihre Arbeit in Deutschland vorzubereiten, erhalten sie in ihrem Heimatland eine sprachliche und kulturelle Schulung. In Deutschland werden sie dann zu denselben Vertragskonditionen beschäftigt wie deutsche Pflegekräfte.

Ursula von der Leyen:

Im Pflegebereich ist die Nachfrage nach Fachkräften riesengroß. Mit der Vermittlungsabsprache öffnen wir den deutschen Arbeitsmarkt für qualifiziertes Personal von den Philippinen. Der Bedarf an Pflegefachkräften ist auch mit Blick auf die Zukunft so groß, dass wir nicht nur alle inländischen und europäischen Potenziale ausschöpfen dürfen, sondern auch auf dem internationalen Arbeitsmarkt aktiv für Karrieren in Deutschland werben müssen.

bmas Pressemitteilungen

 

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Willkommenskultur für Fachkräfte in Baden-Württemberg

Im Dezember 2011 wurde unter dem Vorsitz des Finanz- und Wirtschaftsministers die Allianz zur Sicherung des Fachkräfteangebots in Baden-Württemberg gegründet. Allianzpartner sind die Wirtschaftsorganisationen, die Gewerkschaften, die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, die kommunalen Spitzenverbände, die regionalen Wirtschaftsfördergesellschaften, der Landesfrauenrat und das Land.

Anlass sind der akute Fachkräftemangel in bestimmten Berufen und vor allem die demographische Entwicklung. Bereits jetzt gibt es in Baden-Württemberg einen Fachkräfteengpass bei technischen Berufen und bei Gesundheitsberufen. Aufgrund der demographischen Entwicklung würde sich der Fachkräftemangel ohne Gegenmaßnahmen massiv verschärfen. Denn die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter geht in Baden-Württemberg zwischen 2010 und 2020 um rund 250.000 zurück, zwischen 2020 und 2030 um weitere 620.000. Der Rückgang setzt sich auch danach fort.

http://www.mfw.baden-wuerttemberg.de.html

 


Zuvor wurde dies 2011 im Koalitionsvertrag angekündigt: Dort hieß es unter anderem (Ab Seite 23)

Allianz für Fachkräfte – Fachkräftebedarf sichern

In den kommenden Jahren scheiden immer mehr Fachkräfte altershalber aus. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Qualifikation der Beschäftigten. Deswegen brauchen wir schon jetzt mehr gut ausgebildete Fachkräfte.

Die Landesregierung wird gemeinsam mit den Gewerkschaften, der Wirtschaft, dem Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag, dem Baden-Württembergischen Handwerkstag, der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Agentur für Arbeit, den Hochschulen und den Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen eine  „Allianz für Fachkräfte“ ins Leben rufen und die Koordinierung übernehmen.  Ziel  ist es,  den Fachkräftebedarf in Baden-Württemberg zu decken und dem mittelfristig drohenden Mangel von mehr als 200.000 Fachkräften rechtzeitig und wirkungsvoll mit vereinbarten Maßnahmen entgegenzutreten. Dazu gehört auch die Entwicklung eines Fachkräftemonitorings.

Schlüsselthemen der Allianz für Fachkräfte sind:

• die Reduzierung der Zahl  der Schulabgänger ohne Schulabschuss und die Sicherstellung des Übergangs in eine Ausbildung;

• die Verringerung der Ausbildungs- und Studienabbrüche;

• der Ausbau der Aus- und Weiterbildung und Ausrichtung auf die zukünftigen Anforderungen;

• mehr Beschäftigung von Frauen;

• die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf insbesondere durch den Ausbau der Ganztagsbetreuung und die Verbesserung der Pflegeinfrastruktur;

• die Erhöhung der Erwerbstätigkeit im Alter durch altersgerechte Arbeitsbedingungen;

• Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten und eine schnellere Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen und Qualifikationen.

Unsere Wirtschaft wird auch auf Zuwanderung angewiesen sein. Dazu wollen wir, wo nötig, bestehende Hemmnisse mindern. Dazu zählen gesellschaftliche Faktoren wie eine fehlende Willkommenskultur, aber auch formale wie Einkommensgrenzen.

u.s.w.

Quelle:

http://www.lakog.uni-stuttgart.de/menue_links/service_fuer_gleichstellungsbeauftragte/gesetzliche_grundlagen/koalitionsvertrag/koalitionsvertrag_web.pdf